Seit Pebbles Tod hat Peach sich echt um 100 % gedreht ... Es ist immer wieder erstaunlich wie groß der Unterscheid ist, ob man ein Rudel führt oder plötzlich einen Einzelhund hat. Kaum einer kann es sich im einzelnen vorstellen, wenn er es nicht selbst mehrfach erlebt hat. Und bei Pebbles und Peach war das nun sehr extrem.
Aber irgendwann habe ich auch gesehen, das ein körperliches Problem vorliegen könnte. Immer wieder schrie Peach auf, wenn man sie streicheln wollte. Vornehmlich am Kopf, aber auch hinten zeigte sie teils Empfindlichkeiten. Ich vereinbarte mit Debbi, unserer Physiotherapeutin/ Osteopathin einen Termin. Dafür habe ich vorsichtshalber Mantrailing abgesagt.
Debbi sagte sofort, nachdem sie Peach angefasst und angesehen hatte, das Peach Kopfschmerzen habe. Mal ganz davon abgesehen, das Halswirbel eingeklemmt waren, die Debbi löste, war sie sich sicher, das da noch irgendwas anderes vorliegt ....
Von einem Moment zum anderen organisierte Mona uns bei dem Nachfolger von unserem "Chef" Herrn Dr. Tenhaven, einen Termin.
Schwuppdiwupp lag Peach in Narkose und die Suche begann.
Utltraschall vom Bauchraum: alles okay ! Röntgen der HWS: alles okay! Zähne einzeln geröntgt: alles okay! Da sie auf dem Tisch lag, wurde noch eben eine kleine Zahnreinigung vorgenommen ... und da sprang es Mona und mir ins Auge: ein Tumor in der Mundhöhle! Sofort dachte ich an Oma Luni, die letztendlich an einem Fibrosarkom verstorben war ... Es wurden zwei Probestücke raus geschnitten und in die Pathologie gesandt. Der P4er war regelrecht zugewachsen. Das erinnerte mich an Pino's Epulieden. Epulieden sind gutartige Tumore . Jetzt hieß es warten auf das Ergebnis der Pathologie.
Nach einigen Tagen kam der sehnlichst erwartende Anruf, das diese Tumore gutartige Epulieden sind, allerdings in dem Tumor eine starke, eitrige Entzündung sei. Allen die mitgefiebert hatten, fielen die Gesteinsbrocken vom Herzen!
Nun bekam Peach ein Antibiotika und weiterhin Schmerzmittel.
Ich hoffe jetzt, das Peach uralt und uns noch ganz, ganz lange begleiten wird. Ich bin mal gespannt, ob sich nach der Behandlung etwas in ihrem Verhalten ändert, da Debbi ja schon bzgl. der Schmerzen im Kopfbereich auf der richtigen Fährte war.
Die Tage waren nicht schön ...man denkt über vieles nach, hat Angst vor irgendwelchen blöden Diagnosen und fühlt sich sehr allein.
Nun schauen wir nach vorne.